Landesauszeichnung - kinderfreundliche Kommune
Stärker als alle Worte ist das gelebte Beispiel

"Stärker als alle Worte ist gelebtes Beispiel" lautet eine Schlagzeile der Acher-Rench-Zeitung in der Ausgabe vom 15.03.2004. Menschen, die diese Lebensformel für sich annahmen wurden am Samstag, dem 13.03., von Ministerpräsident Erwin Teufel und Innenminister Thomas Schäuble nach Stuttgart eingeladen und ausgezeichnet.

Im 16. Wettbewerb zur Auszeichnung kommunaler Bürgeraktionen in Baden-Württemberg gingen 195 Bewerbungen ein. 43 kommunale Projekte und Aktionen zum Thema "kinderfreundliche Kommune" wurden ausgezeichnet. In der Ortenau wurden zwei Projekte hervorgehoben und geehrt.

Die Eheleute Gabi und Franz Bähr (Appenweier) sowie Hannelore und Josef Tetz (Gengenbach) haben mit vielfältigen Aktivitäten bereits über 200.000 € für die Aktion "Helfen hilft" bereitgestellt, die bei der Uni-Kinderklinik Freiburg ein Elternhaus für Eltern krebskranker Kinder betreut. Sie nahmen gemeinsam mit den Bürgermeistern Hansjürgen Stein (Appenweier) und Michael Roschach (Gengenbach) die Auszeichnung für das Projekt "Unterstützung krebskranker Kinder" entgegen.

Seit 10 Jahren nehmen Pfarrer Albert Lehmann (Renchen) und Gisela Trogus (Vogtsburg) strahlengeschädigte Kinder aus Weiß-russland zur Erholung in Renchen auf. Gemeinsam mit Bürgermeister Bernd Siefermann wurde ihnen die Urkunde und Plakette für die Aktion "Hilfe den Kindern aus Weißrussland" überreicht.

Innenminister Thomas Schäuble würdigte die 43 Preisträger mit Lob und Anerkennung. Ehrenamtliches Engagements sei ein verlässlicher und unverzichtbarer Pfeiler für soziales, gesellschaftliches und kulturelles
Leben im Land.

„Ministerpräsident Erwin Teufel zitierte Saint-Exypery und sprach von der "traurigen Rolle des Zuschauers". Hiervon gebe es für unsere Demokratie zu viele. Erfreulicherweise gebe es gerade in Baden-Württemberg, dem "Land des ehrenamtlichen Engagements schlechthin", sehr viele Bürger, die sich nicht mit der Zuschauer- und Konsumentenrolle begnügen, sondern selbst anpacken und tätig werden, wenn sie ein Problem erkennen. Gerade die Preisträger dieses Wettbewerbs hätten in ihren Gemeinden gezeigt, dass sie Kinder nicht einfach nur akzeptieren, sondern konkret etwas für sie getan. "Stärker als jede Wortverkündigung ist die Tatverkündigung, das gelebte Beispiel" betonte Erwin Teufel. Die ehrenamtliche Tätigkeit könnte der Staat nicht ersetzen, nur darauf aufbauen und es anerkennen.“


Bürgermeister Hansjürgen Stein sprach den Preisträgern aus Appenweier, Gengenbach und Renchen höchstes Lob und Dank aus. „Es ist wirklich sehr beeindruckend, was Sie leisten, die Gemeinde Appenweier und auch ich persönlich gratuliere Ihnen zu der hochverdienten Anerkennung.“

Pressemitteilung vom 16.03.2004

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