Tour de France 2005 in Appenweier

 

Appenweier. „Das ist das zweitgrößte Sportereignis der Welt. Die Welt schaut auf uns.“ Bürgermeister Hansjürgen Stein betont ausdrücklich den Stellenwert der Tour de France am Samstag, dem 9. Juli, und die Bedeutung für die Gemeinde Appenweier wie für die Ortenau.

Appenweier feiert am 9. Juli zwei Großereignisse.
Es ist ein schöner Zufall, dass in Appenweier das Spektakel der Tour de France 2005 gemeinsam mit der festlichen Einweihung der neu gestalteten Ortsdurchfahrt, der Ortenauer Straße, gebührend gefeiert werden kann. Entsprechend groß sind Freude und Engagement in der Gemeinde. Dass nach Fertigstellung der Baumaßnahmen in der B 3 zur offiziellen Einweihung als Höhepunkt die Tour de France durchfährt, erscheint fast als Schicksal. Das weiß auch die Region zu schätzen, politische Vertreter aller Ebenen sind genauso „mitten unter uns“ wie die erwarteten Zuschauer aus der nördlichen Ortenau, dem Renchtal und Straßburg. Hitradio Ohr aus Offenburg sendet live aus Appenweier.

Riesenfahrräder zur Begrüßung der Tour de France.

Zur Begrüßung der 92. Tour de France stehen zwei ca. 8 m mal 6 m große blumengeschmückte Fahrräder an den Ortseingängen von Appenweier und ein weiteres in gelber Farbe in Zimmern.
Gebaut und in Appenweier aufgestellt wurden die beeindruckenden Räder von Mitarbeitern der Kläranlage und vom Bauhof der Gemeinde in ihrer Freizeit. Sie selbst hatten die Idee. „Dass die Räder in der Magentafarbe des Team Deutsche Telekom sind, ist Zufall“, so der Leiter des Bauhof Bruno Vollmer lachend.
Auch Urloffen grüßt die Tour. Ein postgelbes Fahrrad drückt die Vorfreude zum „Tour-arrival“ aus. Schließlich führt die Etappe zuerst durch Zimmern und die Bevölkerung von Urloffen richtet dort auch ein schönes Fest aus

Ortsdurchfahrt Appenweier einen Tag ohne Kraftfahrzeuge.

Ab ca. 9.45 Uhr bis voraussichtlich 14.30 Uhr. Die Ortenauer Straße in Appenweier ist vor Eröffnung des Straßenfestes bis zum Abschluss der Tour de France für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt, nur Fahrzeuge der Organisation und der Streckensicherung sind in der Ortsdurchfahrt zugelassen. Ca. 100 Ordner sind alleine auf der Gemarkung Appenweier an der Strecke aktiv, um für die Sicherheit zu sorgen. Bürgermeister Hansjürgen Stein: „Am Besten lässt man an diesem Tag das Auto stehen.“ Für Fußgänger und Fahrradfahrer gilt an diesem Tag oberste Priorität.

Anreise mit allen Verkehrsmitteln optimal.

Anfahrt mit Pkw: Über die B 28 aus dem Renchtal sowie aus Richtung Straßburg / Kehl und der Autobahn ist die Anfahrt ohne Komplikationen und Umwege möglich. Im Gewerbegebiet sind (voraussichtlich) mehr als ausreichend Stellplätze vorhanden. Die Anfahrt empfiehlt sich über die B 28, da die gesamte Strecke der B 3 im Bereich Appenweier zur Streckensicherung für die Tour de France voraussichtlich ab ca. 11.00 Uhr vollkommen für den öffentlichen Verkehr gesperrt ist.
Anfahrt mit dem Zug. Bitte erkundigen Sie sich frühzeitig nach den aktuellen Fahrplänen. Die Züge der Ortenauer S-Bahn (OSB), der DB und der französischen SNCF halten am Bahnhof in Appenweier. Aus allen Himmelsrichtungen, also aus Freiburg / Offenburg und Karlsruhe / Baden-Baden sowie mit der Renchtalbahn und aus Straßburg kann Appenweier einfach und bequem erreicht werden. Der Bahnhof ist nur ca. 500m von dem Festgeschehen und der Strecke der Tour de France entfernt.
Anfahrt mit Rad. Auf den Radwegen können Appenweier und Zimmern leicht erreicht werden. Die 1,5 km gerade und freie Strecke zwischen Zimmern und Appenweier bietet neben den Ortsdurchfahrten eine gute Möglichkeit die Tour de France in der ersten Reihe live zu erleben.

Festliche Einweihung der Ortenauer Straße in neuer Gestalt.

Ab 10.00 Uhr. Die neu gestaltete Ortsdurchfahrt in Appenweier wird vor dem Rathaus I offiziell eingeweiht. Politische Vertreter vom Land Baden-Württemberg, dem Ortenaukreis und der Gemeinde Appenweier sowie Vertreter der an dem Millionenprojekt beteiligten Ämter eröffnen offiziell mit dem Durchschneiden des Bandes die Ortenauer Straße in Appenweier. Im Besonderen mit dabei sind auch alle Planer und auch die Arbeiter der Fa. Huber, Ottenhöfen, die an der Ortenauer Straße selbst Hand anlegten. Musikalisch abwechslungsreich begleiten die Musikvereine von Nesselried, Urloffen und Appenweier den offiziellen Teil. Dieser endet in der gemeinsamen Begehung eines Teils der neu gestalteten Straße. Gleichzeitig können alle Gäste sich an den gebotenen Attraktionen von Vereinen und Geschäften erfreuen. Die Ortenauer Straße (B 3) ist aus Anlass der offiziellen Einweihung und der Tour de France ab ca. 9.45 Uhr bis voraussichtlich 14.30 Uhr für den Pkw-Verkehr gesperrt und zeigt sich bis in die Nachtstunden als einladende Festmeile.
Die Bundesstraße B 3 ist als Ortenauer Straße die Ortsdurchfahrt von Appenweier in Verbindung von Offenburg und Renchen / Achern. Entlang der Ortenauer Straße hat sich eine anspruchsvolle Gastronomie und angebotsreiche Geschäftswelt entwickelt, deren Belange in der Planung berücksichtigt sind. Schwerpunkt der Maßnahme war die Verbesserung der Verhältnisse für Fußgänger, Fahrradfahrer und gehbehinderte Personen genauso wie die Vereinbarung der Belange der Parkraumschaffung. Als kleine Position in den Kosten zur Neugestaltung der Ortsdurchfahrt i.H.v. ca. 1,2 Mio. € enthalten sind die Grünanlagen und Bepflanzungen zur Ortsverschönerung. Der neue Straßenraum ist mehr als ein Kompromiss, das Bild der Gemeinde und ihre Funktion haben erheblich dazu gewonnen.

Unterhaltsamer Umzug in der neuen Ortenauer Straße, Prämierung.

Ab ca. 11.00 Uhr. Ein Radkonvoi vom Radsportverein Nesselried gefolgt von einem Konvoi der „Schlepperbienen“ aus Legelshurst, von Oldtimerfreunden mit ihren Schmuckstücken und weiteren Gruppen gestalten einen einzigartigen Umzug frei nach dem Motto: „Was die Straße schon alles gesehen hat – Wir zeigen das“.

Tour de France in Appenweier – Unterhaltsame Karavane.

Ab ca. 12.00 Uhr. Es ist die 234 km lange 8. Etappe der 92. Tour de France von Pforzheim nach Géradmer, die am Samstag, dem 9. Juli, auch durch Appenweier führt. Abfahrt für die Werbekaravane ist in Pforzheim um 9.45 Uhr, die Radrennsportler starten um 11.30 Uhr. Erwartet wird nach dem offiziellen Programm der Tourleitung die Werbekaravane um ca. 12.12 Uhr in Zimmern und in Appenweier um ca. 12.15 Uhr.
Ab ca. 13.20 Uhr. Die Radrennfahrer sollen frühestens um 13.24 Uhr, spätestens um 13.36 Uhr durch Appenweier zischen, in Zimmern werden sie zwischen 13.23 Uhr und 13.34 Uhr erwartet.
Etwa 1.200 Autos und Motorräder umfasst der Begleitkonvoi – darunter 250 Fahrzeuge der Werbekaravane, 400 Fahrzeuge von VIPs und der Presse, Polizei aus Frankreich und Deutschland, Ärzte, Krankenwagen, Tourleitung und Serviceautos. Natürlich darf der Besenwagen nicht fehlen.

Live-Sendung von Hitradio Ohr.

Mit in Appenweier dabei ist Hitradio Ohr. Das Fest wird von Anfang an von Hitradio Ohr mit live-Sendungen vom Festgeschehen begleitet. Sendereporter berichten live vom Treiben auf den Straßen und in den Zelten, interviewen Zuschauer und Prominenz. Hitradio Ohr sendet die Spannung vor der Durchfahrt der Tour de France und informiert über das aktuelle Sportgeschehen. Nach dem Höhepunkt der Tourankunft in Appenweier bleibt Hitradio Ohr in Appenweier und sorgt durch flotte Musik für Stimmung.

Attraktionen, Kulinarisches, Live-Übertragungen.

Ab 10.00 Uhr bis in die Nachtstunden. Nach der Einweihung werden entlang der Ortenauer Straße zahlreiche Attraktionen für Jung und Alt sowie Informationen angeboten. Der Showtruck von Peterstaler Mineralwasser und das Festzelt bieten Unterhaltung für jung und alt. Für die Kinder ist ein eigenes Programm mit dem Spielmobil organisiert. Im Festzelt, der Gastronomie und den Zeltständen entlang der Ortenauer Straße erwartet die Besucher ein große Auswahl an Köstlichkeiten, die Gastronomen bieten hervorragenden Wein und eine randvolle Speisekarte. In den zahlreichen Schaufenstern der Geschäfte sind Fernsehgeräte aufgestellt, so dass allerorts des Renngeschehen der Tour de France im TV mitverfolgt werden kann. Hitradio Ohr berichtet auf dem Fest über das aktuelle Treiben an der Strecke.

Highlight zur 30jährigen Partnerschaft Appenweier – Montlouis-sur-Loire.

Ausgerechnet zum 30jährigen Jubiläum der Partnerschaft zwischen Appenweier und Montlouis-sur-Loire führt die Tour de France durch beide Partnerstädte. Mit der 4. Etappe am Dienstag, dem 5. Juli, passiert die Tour die französische Partnergemeinde Montlouis auf den 66 km des Team-Zeitfahrens entlang des Loiretales mit seinen Weinlagen. Die 8. Etappe am Samstag, dem 9. Juli, quert schließlich Appenweier. Ein Zufall, den beide Bürgermeister zusammen in Montlouis feiern werden.

Die 8. Etappe ist ein Highlight für Attackierer (und Genießer) !


Die 8. Etappe der Tour de France von Pforzheim nach Gérardmer am Samstag, den 9. Juli ist mit 231,5 km die zweitlängste und zudem eine besonders interessante. Denn das Profil lässt sowohl den angriffslustigen Eintagesjägern wie auch den Sprintern großen Spielraum.
Um 11.30 Uhr fällt der Startschuss in der Goldstadt Pforzheim und kurz nachdem die Fahrer die goldene Startlinie passiert haben, geht es auch schon los mit dem Anstieg auf den Dobel, einer Bergwertung der dritten Kategorie. Es folgen drei weitere Berge der dritten Kategorie innerhalb der ersten 50 Kilometer – das ideale Terrain für Attacken. All diejenigen, die sich in dieser Rennphase noch nicht zu Höherem berufen fühlen, können die Chance für einen Blick in herrliche Natur vor den Toren Pforzheims nutzen.
Vom Dobel aus geht über die Bergwertungen in Bad Herrenalb, Gernsbach, Geroldsau weiter zur ersten Sprintwertung des Tages in Sasbach bei Rennkilometer 67. Es folgt eine Passage von gut 100 Kilometern mit beinahe vollkommen flachem Terrain. Also eigentlich genug Zeit für das Peloton, eine mögliche Ausreißergruppe wieder einzufangen und ein Finale für die Sprinter vorzubereiten. Der einzige Haken: kurz vor dem Ziel wartet noch ein letzter Scharfrichter – die Bergwertung der Kategorie 2 am „Col de la Schlucht“ bei km 219 – und damit eine gute Gelegenheit, die entscheidende Flucht anzutreten, falls das Feld wieder zusammen läuft.
Warum also Körner lassen, wenn am Ende doch kein Sprinter ins Finale eingreifen kann? Oder werden gar die Favoriten auf den Tour-Sieg schon einmal die Muskeln spielen lassen? Andererseits bietet diese Etappe für Sprinter vorerst die letzte Chance zuzuschlagen, wenn sie den Anschluss an diesem letzten Berg halten oder einen kleinen Rückstand auf den verbleibenden 13 Kilometern aufholen können. Und es wird sicherlich genug Fahrer und Teams im Peloton geben, deren Rechnung bis zu diesem Tag noch nicht aufgegangen ist.
Somit birgt diese Etappe eine Vielzahl taktischer Möglichkeiten und verspricht einen spannenden, kaum vorhersehbaren Rennverlauf. Uns allen kann es nur recht sein, denn gleich ob direkt an der Strecke oder ab der ersten Rennminute live mit dem ZDF können wir uns auf einen aufregenden sportlichen Schlagabtausch auf der 8. Etappe der Tour de France von Pforzheim nach Gérardmer freuen.

zurück