Orientierungsplanes Baden-Württemberg

- Januar 2007 -

Appenweier. Die 5 Kindergärten in Appenweier, Urloffen und Nesselried passen ihren Bildungsplan dem Orientierungsplan Baden-Württemberg in einer Seminarreihe an. Die Qualitätsoffensive als gemeinsamer Aufbruch aller Einrichtungen wird getragen von guter Zusammenarbeit und großem Engagement aller Beteiligten. Die Erzieherinnen haben bereits nach wenigen Tagen erste Fortbildungsinhalte umgesetzt. Vertreterinnen und Vertreter der Schulverwaltungen nahmen mit großem Interesse am Seminar teil.

Eltern und Kindergärten sollen sich ergänzen.

Thema im dritten von insgesamt 6 Seminarmodulen war die Zusammenarbeit der Kindergärten mit Eltern, Grundschullehrer und anderen Institutionen. Bildungsreferentin Sonja Lutz aus Kenzingen betont die wichtige Erziehungspartnerschaft von Kindergarten und Eltern. Offene und verständnisvolle Gespräche von Eltern und Kindergärtnerinnen sind von grundlegender Bedeutung für die Bildungsentwicklung des Kindes. Lutz: „Erziehung und Bildung des Kindes findet im Elternhaus und im Kindergarten statt, zur Förderung des Kindes muss die Erziehung als zusammenhängend, im Ganzen gesehen werden.“ Der tägliche Wechsel für das Kind von Kindergarten und Schule ist als Chance für das Kind zu verstehen, die von Eltern und Kindergärten genutzt werden muss.

Bildungsdokumentation für jedes Kind.

Der Übergang vom Kindergarten in die Schule ist für das Kind ein bedeutender Schritt auf seinem Lebensweg. Das Lernen gewinnt gegenüber dem spielerischen Erfahren an Bedeutung. Ein Erfahrungs- und Bildungsverlust darf durch das eingreifen getrennter Bildungspläne von Kindergarten und Schule auf keinen Fall eintreten. Damit jedes einzelne Kind in seinem Reifeweg optimal gefördert werden kann soll die Bildungsgeschichte des Kindes nahtlos fortgesetzt werden. Im Kindergarten wird für jedes Kind hierfür ein so genanntes Portfolio angelegt, das nach den aktuellen Bildungsplänen in der Grundschule fortgesetzt werden soll. Im Portfolio wird dokumentiert was die Kinder lernten, es ist nicht mit einer Leistungsbewertung im Sinne eines Zeugnisses zu verwechseln. Lutz sieht damit von Kindergarten und Schule eine gemeinsame Aufgabe für die Zukunft.

Stärkung der Kompetenzen.

Grundsätzlich geändert hat sich die Sicht auf das Lernen. Es geht nicht mehr um die Suche nach Defiziten, sondern um die Stärkung der Kompetenzen“, so Lutz im Gespräch, „damit bringen wir den Kindern mehr Wohlwollen und Wertschätzung entgegen, was diese in ihrer Lernveranlagung erheblich stärkt.“ Das ist sowohl von Bedeutung im Kindergarten und der Grundschule, diese Sichtweise fördert die kindliche Neugierde und die Lernbereitschaft.

Institutionen zur Förderung des Kindes.

In der Gemeinde stehen den Kindern viele Möglichkeiten zur Verfügung, wenn sie durch Rahmenbedingungen in der Grundschule in ihrer Entwicklung gebremst werden. Die Seminarteilnehmer haben die zusammengetragen. Diese Institutionen (Vereine, Betreuung, Therapeuten, u.a.) können in Fragen von Gruppengrößen, Personal und Methodik auf den individuellen Förderbedarf besser als im allgemeinen Schulbetrieb eingehen. Wichtig ist hier, dass eine dortige Teilnahme nicht als Makel oder Defizit gesehen werden, sondern als Chance zur optimalen Entwicklungsbegleitung.

Hintergrund – Implementierung des Orientierungsplanes Baden-Württemberg.

Die Seminarreihe aus sechs Modulen bis Sommer / Herbst 2007 bietet den pädagogischen Fachkräften der insgesamt 5 Kindergärten in Appenweier, Urloffen und Nesselried einen gemeinsamen Informations- und Wissenstand über den entwickelten Orientierungsplan, seinen Umsetzungs- und Zeitplan.

Weit vor dem in Baden-Württemberg gesetzten Zeitpunkt Ende 2009 werden die Kindergärten in der Gemeinde Appenweier nicht nur das gesamte Wissen auf dem neuesten Stand haben, sondern auch mit einigem Vorsprung schon wertvolle Erfahrungen der Bildungsvermittlung für die Kinder sammeln können. Bürgermeister Hansjürgen Stein ist dies ein wichtiges Anliegen: „Ich verfolge die Seminarreihe mit großem Interesse und freue mich, dass alle Mitarbeiterinnen so hervorragend mitziehen“.

Seminarteilnehmer im Schauenburgkindergarten: (v.l.) Bildungsreferentin Sonja Lutz, Herr Reinberger (Schulamt Offenburg), Laura Roth (Leiterin der Schwarzwaldschule), Tanja Zippenfennig (Kindergarten St. Martin), Lothar Huber (Kirchenbeauftragter), Jaqueline Dilles (Elternbeiratsvorsitzende, Kindergarten St. Martin), Tanja Welsch (Elternbeiratsvorsitzende, Schauenburgkindergarten), Birgitta Charar (Schulamt Offenburg), Bürgermeister Hansjürgen Stein, Susi Klett (Schulamt Offenburg), Gabriele Stritt (Leiterin der Schauenburgschule), Uta Wunderle (Lehrerin an der Schauenburgschule), Hauptamtsleiter Fritz Langenecker, Elisabeth Schneider (Schauenburgkindergarten), Karlheinz Göpfert (Ausbilder, Elly Heuss-Knapp-Schule, Bühl).

 

 

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