Als Leitbild unserer Arbeit betrachten wir:
Die Achtung des Menschen in seiner gesamten Persönlichkeit
Dieses Leitbild ist Grundsatz für unsere Zusammenarbeit mit Kindern und Eltern und allen weiteren Mitarbeitern.
Die Lebenswelt der Kinder hat sich verändert:
In immer mehr Familien wächst nur ein Kind auf, Zusammenleben mit Geschwistern und Erfahrungen mit Kindern verschiedener Altersgruppen sind seltener geworden.
Die Kindheit wird heute gründlich durchorganisiert,
spontane, selbstorganisierte Freizeit mit wenig Einmischung der Erwachsenen ist nur noch selten möglich.
Zunehmender Autoverkehr und fehlende Spiel- und Streifräume wie früher erschweren den Kindern selbstorganisiertes, unbeobachtetes Spielen.
Die Umwelt hat sich verändert: Es gibt wenig Freiräume für Kinder. Statt Wiesen, Wälder, freien und landwirtschaftlichen Flächen werden den Kindern Spielplätze angeboten, die ihnen wenig Freiraum geben für ihre freien Spielideen.
Die veränderte Lebenswelt der Kinder nimmt den Kindern Entwicklungsmöglichkeiten.
Im Kindergartenalltag
Wollen wir durch die Raumgestaltung (Funktionsräume), durch freies Spielen im Hof und durch Projekte wie z.B. Wald- und Naturtage diese Freiräume zurückgeben.
Sollen unterschiedliche Beziehungsstrukturen möglich sein.
Für die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes sind eine feste Bezugsperson und ein vertrauensvolles Verhältnis unverzichtbar. Nur diese Interaktion zwischen Erwachsenem und Kind ermöglicht eine gesunde Entwicklung.
Können sich die Kinder im Freispiel nach ihren Interessen und Fähigkeiten zusammenfinden und selbstständig planen und organisieren.
Die Entwicklung der Persönlichkeit durch:
Sozial-Kompetenz meint die Fähigkeit, soziale Beziehungen aufzunehmen, gestalten zu können und Toleranz, Achtung und Verantwortung mit anderen zu übernehmen.
Sachkompetenz meint, die Fähigkeit, sich die Umwelt erschließen zu können. Was ein Kind aus eigener Kraft tun kann, mutet ihm der Erwachsene auch zu.
Den Sinn von Werten lernen Kinder in konkreten Lebens- und Sinnzusammenhängen. So erfahren die Kinder in bedeutsamen Lebenssituationen das Lernen fürs Leben. Im Prozess des Älterwerdens übernehmen Kinder Mitverantwortung in überschaubaren und für sie einsichtigen Arbeitsvorgängen und Alltagssituationen. So erwerben die Kinder Lebenspraxis, Eigenverantwortung und sie entwickeln ein Selbstkonzept. Zur Entwicklung ihrer Persönlichkeit brauchen Kinder den Erwachsenen ebenso wie andere Kinder.
Wir wollen
den Kindern:
Bezugsperson sein, die Nähe, Wärme, Anregung, Unterstützung gibt, aber auch Auseinandersetzung ermöglicht.
Vorbild,
Entwicklungsbegleiterin,
Spielpartner, Organisator, Beobachter sein
den Eltern:
Ansprechpartner sein, die fachlich kompetent die Eltern in Erziehungsfragen beraten
Partner im Erziehungsprozess sein
Unterstützung und Stärkung bieten bei der Entwicklung und Förderung des Kindes
Erziehung soll
die Entwicklung von Eigenschaften und Fähigkeiten fördern und die
Erweiterung von Erlebnishorizonten ermöglichen.
| Nach Bewegung | Körpererleben | Spiel |
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Freiräume welche die kindliche Grundbedürfnisse befriedigen |
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| Erholung und Ruhe | Aktivität | Gemeinschaft |
Deshalb bieten wir den Kindern ein Raumkonzept mit Funktionsräumen, das trotz der veränderten Lebenswelt den Kindern Entwicklungschancen wiedergibt.
Jedes Kind durchläuft einen Entwicklungs- und Lernprozess, der in der Familie seinen Anfang nimmt. Die Tageseinrichtung ergänzt dies und fördert durch die feste Beziehung zu einer Bezugsperson diese Persönlichkeitsentwicklung.
Jedes Kind gehört einer Stammgruppe an. Feste Bezugspersonen sind für uns eine wesentliche Voraussetzung für vertrauensvolle Beziehungen. Diese verlässlichen Beziehungen zur Erzieherin ermöglichen positive Entwicklungs- und Lernfortschritte.
Sozialerziehung:
Kommt ein Kind in den Kindergarten, so ist es noch ich-bezogen und auf sich
selbst fixiert. Im Laufe der Kindergartenzeit baut es soziale Beziehungen auf,
wächst in das soziale Gefüge seiner Gruppe hinein und lernt darin
zurechtzukommen. Das soziale Lernen beinhaltet Rücksichtsnahme und
Hilfsbereitschaft, Akzeptanz und Toleranz gegenüber anderen und
Verantwortungsbewusstsein. Dies bringt das Kind in seiner
Persönlichkeitsentwicklung voran. Es kommt vom Eigen- zum Gemeinsinn, vom Ich
zum Wir.
Wir bieten den Kindern Funktionsräume:
Diese ermöglichen den Kindern ein ausdauerndes, großflächiges Spiel mit freier
Wahl ihrer Spielpartner. Durch ein anregungsreiches Umfeld und durch Mitsprache
der Kinder erhält das freie Spiel einen hohen Stellenwert.
Kinder lernen im Spiel gerade Fähigkeiten und Fertigkeiten,
die notwendig sind, ein selbständiges und selbstverantwortliches Leben zu
führen. Gerade in Absprachen mit Spielpartnern wird die heute so wichtige
Teamfähigkeit erprobt. Durch die Schwerpunktsetzung in einem Raum wird die
Konzentration ermöglicht, die Grundvoraussetzung für die Schulfähigkeit ist.
Das Spiel fordert Kinder heraus und unterstützt sie in ihrem eigenständigen
Entdecken und Erforschen der Welt.
Durch die Wahl des Raumes kann das Kind seinem momentanen Bedürfnis nach Bewegung oder nach Ruhe selbstgewählt nachkommen.
Wir haben klare Regeln:
Bei uns gibt es klare Strukturen, Regeln und Grenzen. Diese werden mit den
Kindern besprochen und beschränken sich auf das Notwendigste. Dadurch werden sie
für die Kinder überschaubar und nachvollziehbar. Sie geben den Kindern Halt,
Sicherheit und Orientierung. Regeln werden immer wieder auch hinterfragt, ob sie
noch sinnvoll sind und ihren Zweck verfolgen. Die Regeln helfen den Kindern,
sich in ihrem unmittelbaren Umfeld, dem Kindergarten zurechtzufinden.
| bis | bis 9:00 Uhr | Freispiel |
| 9.00 Uhr – 9.15 Uhr | Kinderkonferenz | |
| 9.15 Uhr – 10.30 Uhr | Freispiel | |
| 10.30 Uhr | Aufräumen, | |
| anschließend Angebote/ Projekte | ||
| 11.45 Uhr – 12.00 Uhr | Abholzeit | |
| bis | bis 14.00 Uhr | Freispiel |
| 14.00 Uhr – 14.15 Uhr | Kinderkonferenz | |
| 14.15 Uhr – 15.30 Uhr | Freispiel | |
| 15.30 Uhr - 16.00 Uhr | Abschlusskreis, Hof (je nach Situation) | |
| 16.15 Uhr – 16.30 Uhr | Abholzeit |
Täglich um 9 Uhr findet in jeder Gruppe eine „Kinderkonferenz“ statt.
Dabei wird die Anwesenheit der Kinder und der Erzieherinnen festgestellt
Das Spiel- und Arbeitsinteresse der Kinder wird direkt erfragt: In welchen Spielbereich oder zu welchen Angeboten melde ich mich an?
Informationen über alltägliche und besondere Ereignisse werden den Kindern gegeben wie z. B. Geburtstage, Kochtage, Waldtag, Ausleihe der Bilderbücher...
Gesprächsrunden zur Planung weiterer Aktivitäten
Wir geben den Kindern Mitwirkungsmöglichkeit bei der Gestaltung des Tagesablaufes. Um dieses Ziel erreichen zu können, ist es unbedingt erforderlich, dass das Kind bei der Kinderkonferenz anwesend ist! Wenn ein Kind regelmäßig und pünktlich kommt, wird gewährleistet, dass es an den Gruppenprozessen und Aktivitäten beteiligt ist! Diese Regelmäßigkeit schafft ein hohes Maß an Verlässlichkeit und Vertrauen.
Nach der Freispielphase werden Angebote und Projekte durchgeführt. Diese finden in der Stammgruppe und auch gruppenübergreifend statt.
Die Kinder bewegen sich in den Funktionsräumen des Hauses und begegnen sich bei offenen Angeboten in altersgleichen, altersgemischten und Stammgruppen. Das Zusammenleben verschiedenaltriger Kinder gibt vielseitige Anreize für die gesamte kindliche Entwicklung. Altersgemischte Gruppen bieten gute Entwicklungschancen, aber auch die Beziehungen unter gleichaltrigen sind besonders wichtig. Sie lernen im Vergleich zu anderen sich selbst einzuschätzen und individuelle Unterschiede zu akzeptieren. Deshalb ist es uns wichtig gruppenübergreifend auch altersgleiche Gruppen für verschiedene Angebote zu bilden.
Kinder lernen in Erlebnissen, Ereignissen und in Erfahrungen. Themen der Kinder sowie Themen die wir den Kindern zumuten, geben den Rahmen für die Bildung. So werden Lernprozesse in allen Lernfeldern möglich. Dabei haben die Kinder die Möglichkeit, ihre eigenen Interessen und Bedürfnisse einzubringen.
Kinder im Kindergartenalter gelangen über das Spielen zum Denken und begreifen so handelnd ihre Umwelt. Alles Lernen vollzieht sich über das Handeln und Tun. Bei der Durchführung eines Angebotes sprechen wir das Kind ganzheitlich an. So sollen beim Kind alle Sinne angesprochen werden. Im ersten Schuljahr führt dann der Weg über konkretes Tun hin zu abstrakteren Lern-, Denk- und Darstellungsformen.
Vorbereitung auf die Schule ist die ganze Kindergartenzeit

Schulanfänger im Jahr 2005
Kindertagesstätten sind Lernorte für Kinder: Aber keine vorgezogene Schule!
Im Schulanfängertreff gibt es viele Projekte aus allen Bildungsbereichen. So fördern wir in diesen altersgleichen Gruppen die Neugier und den Wissensdrang „unserer Großen“. Wir wollen Gedanken, Kenntnisse und Erklärungen der Kinder erkunden, Zusammenhänge herstellen, mit dem Alltag vernetzen und kein isoliertes Training anbieten. Lernen ist somit keine Ansammlung von Wissen, sondern Erfahrungen aus eigenen Lebensbezügen.
Kooperation Kindergarten/Schule
Das gemeinsame Anliegen von Tageseinrichtung und Schule ist
es, durch die Zusammenarbeit für das Wohl der Kinder in der Übergangsphase zu
sorgen. Eine Lehrkraft übernimmt, als Kooperationslehrer, die regelmäßigen
Besuche im Kindergarten.
Zu Beginn des Kindergartenjahres wird ein gemeinsamer Jahresplan erstellt:
Gegenseitiges Kennen lernen
Ziele, Inhalte und Arbeitsweisen
Durchführung eines Elternabends
gemeinsame Projekte
Vorbereitung des Gottesdienstes zur Schulaufnahme
Schulaufnahmefeier.
Durch gemeinsame Aktivitäten und durch Beobachtung der
zukünftigen Schulanfänger, soll eine gemeinsame Beratung im Hinblick auf die
Schulfähigkeit der Kinder stattfinden.
Sind Fördermaßnahmen erforderlich, so sollen diese mit den Eltern eingeleitet
werden.
Anforderungen an eine Erzieherin
Begleitung und Förderung des einzelnen Kindes
Selbstbewusstsein
Bewusstsein fördern zur Pflege der eigenen Person
Zusammenarbeit mit dem Träger
Motivationsfähigkeit
Beratung und Unterstützung
Verantwortungsbewusstsein bei Erziehungsfragen
Arbeit mit Klein- und Großgruppen
Selbstständigkeit
Eigeninitiative
Organisationsfähigkeit
Elternzusammenarbeit
Teamfähigkeit
Beobachtung
Individueller Förderungsplan
Fortbildung Spontanes Handeln
Öffentlichkeitsarbeit
Verwaltungsaufgaben
Kommunikationsfähigkeit
Hinführung zum selbstständigen Tun
Gezielte und durchdachte Planung und Raumgestaltung
Hauswirtschaftliche Tätigkeiten
Pädagogisches und psychologisches Fachwissen
Kooperation mit verschiedenen Institutionen
Anleitung von Praktikanten